Einladung zur Mitgliederversammlung und Weizmann-Lecture 2026

Am 19. Februar 2026 laden wir unsere Mitglieder zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Erfahren Sie mehr zu unseren Aktivitäten im letzten Jahr und kommen Sie miteinander ins Gespräch – vor Ort in Berlin oder online.
Das Highlight des Abends ist die Weizmann-Lecture „Unlocking the Brain-Body-Connection”.
Unser Gast Dr. Yoav Livneh vom Brain Science Department des Weizmann-Instituts beleuchtet, wie Gehirn und Körper miteinander kommunizieren und dadurch unsere mentale und körperliche Gesundheit beeinflussen. Erfahren Sie, wie seine Arbeit von KI‑basierten Forschungstools profitiert hat und erhalten Sie Einblicke in die multidisziplinären Labore des Weizmann‑Instituts. Das Verständnis dieser komplexen Wechselwirkungen zwischen Gehirn und Körper kann zu besseren Behandlungsmöglichkeiten bei Angststörungen, Depressionen, Essstörungen und anderen Herausforderungen der psychischen Gesundheit führen.
Dr. Yoav Livneh trat im August 2020 der Fakultät des Weizmann Institute of Science bei.
Er erforscht, wie das Gehirn vielfältige Signale des Körpers – etwa Herzfrequenz, Temperatur, Sättigung, Entzündung, Müdigkeit, Erregung oder Durst – wahrnimmt und miteinander verknüpft. Dieser Prozess, die sogenannte Interozeption, spielt eine zentrale Rolle dafür, wie Gehirn und Körper in gesunden wie auch in krankhaften Zuständen zusammenwirken. Mithilfe modernster Bildgebung und optogenetischer Methoden untersucht Dr. Livneh die zellulären Mechanismen und neuronalen Netzwerke, die dieser Wahrnehmung zugrunde liegen. Seine Forschung könnte entscheidende Hinweise darauf liefern, wie belastende Umweltfaktoren in frühen Lebensphasen – etwa Armut, Unterernährung oder Missbrauch – langfristig die Fähigkeit des Gehirns beeinflussen, psychische Gesundheit im Erwachsenenalter zu regulieren.
Nach seinem Dienst in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften von 1999 bis 2003 absolvierte Dr. Livneh 2007 einen Bachelorabschluss in Psychobiologie an der Hebräischen Universität Jerusalem. Dort folgten ein Masterstudium in Gehirn- und Verhaltenswissenschaften (2009) und eine Promotion (2014), beide summa cum laude. Anschließend führte ihn sein wissenschaftlicher Weg an die Harvard Medical School, wo er seine postdoktorale Forschung fortsetzte.
Dr. Livneh wurde mit einer Vielzahl renommierter Auszeichnungen geehrt. Dazu zählen die Aufnahme in das FENS‑Kavli Network of Excellence, der Sieratzki-Preis 2025 der Israelischen Gesellschaft für Neurowissenschaften, der Krill-Preis 2024 der Wolf Foundation sowie der Peter and Patricia Gruber Award 2023. Zudem erhielt er unter anderem das Alon‑Stipendium für herausragende junge israelische Forschende, Postdoktorandenstipendien der European Molecular Biology Organization und des Charles A. King Trust sowie ein Fellowship des Edmond and Lily Safra Center for Brain Science. Seine Promotion wurde durch das Adams-Stipendium gefördert; 2015 wurde er mit dem Hans-Weiner-Preis für seine herausragende Dissertation ausgezeichnet. Bereits 2011 war er als Doktorand eingeladen, am 61. Lindauer Nobelpreisträgertreffen in Deutschland teilzunehmen.
Dr. Livneh ist mit Dr. Daphna Nachmani verheiratet, einer Molekulargenetikerin an der Hebräischen Universität Jerusalem, die ebenfalls an der Harvard Medical School forschte. Gemeinsam haben sie drei Kinder.
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